Sei ein guter Gastgeber

Wir möchten unsere Gastgeber dazu ermutigen, sich gründlich mit ihrer Verantwortung auseinanderzusetzen. Als Gastgeber macht man sehr viele schöne Erfahrungen, doch man hat auch einige Verpflichtungen. Zusätzlich zu den Gastfreundschaft-Standards geben wir Dir hier einige Tipps, wie man ein verantwortungsbewusster Gastgeber ist.*

  1. Sicherheit

    Was kann ich tun, um meine Unterkunft für Gäste sicher zu machen?


    Verhalten im Notfall

    • Kontaktdaten:

      Bereite eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern für den Notfall vor, zum Beispiel die Nummer des Notrufs und des nächsten Krankenhauses. Hinterlasse für Deine Gäste eine Nummer, unter der Du im Notfall erreichbar bist und am besten noch den Kontakt zu einer weiteren Person Deines Vertrauens. Wichtig ist auch, dass Deine Gäste wissen, wen sie wie bei Fragen oder Problemen erreichen können.

    • Erste Hilfe:

      Stelle eine kleine Erste Hilfe-Box mit dem Nötigsten zur Verfügung.

    • Brandschutz:

      Sorge dafür, dass es in Deiner Wohnung funktionstüchtige Rauch- und Kohlenmonoxidmelder gibt und sie den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen entspricht. Außerdem sollte es einen einsatzbereiten Feuerlöscher geben. Alle notwendigen Wartungsarbeiten sollten regelmäßig vorgenommen werden.

    • Ausgänge:

      Auch klar erkennbare Fluchtwege sind wichtig, ebenso wie eine Übersichtskarte mit Notausgängen für Deine Gäste.


    Minimiere Gefahren

    • Belegung:

      Deine Wohnung ist für eine bestimmte Anzahl von Gästen ausgelegt - achte darauf, dass Du diese Zahl nicht überschreitest. Dazu kann es sogar örtliche Vorschriften geben.

    • Stolpersteine:

      Suche in Deiner Unterkunft nach Stellen, an denen Gäste vielleicht stolpern oder fallen könnten und repariere oder markiere sie klar und deutlich. Kümmere Dich um freiliegende Stromkabel und vergewissere Dich, dass die Treppen sicher sind und ein Geländer haben.

    • Kindersicherung:

      Auch Kinder sollten in Deiner Wohnung sicher sein, zum Beispiel durch Kindersicherungen an den Steckdosen. Wenn Deine Wohnung nicht geeignet ist für Kinder, solltest Du Deine Gäste auf besondere Gefahren für Kinder hinweisen.

    • Klima:

      Sorge dafür, dass die Räumlichkeiten stets gut belüftet sind und dass die Heizung gut zu finden ist und funktioniert. Außerdem sollte für die Gäste klar erkennbar sein, wie die Heizung sicher bedient wird.


  2. Nachbarn

    Wie kann ich auf meine Nachbarn Rücksicht nehmen?

    • Gebäuderegeln:

      Vergewissere Dich, dass Deine Gäste über die allgemeinen Hausregeln informiert sind. Du könntest auch Deine Nachbarn informieren, dass Du Gäste hast. Und erinnere Deine Gäste daran, die Nachbarn nicht zu stören (z.B. nicht an ihre Tür zu klopfen oder zu klingeln, um ins Haus zu kommen).

    • Rauchen:

      Wenn in Deiner Unterkunft das Rauchen nicht gestattet ist, stell ein kleines Schild diesbezüglich auf. Falls Du Raucher zu Gast hast und das Rauchen bei Dir erlaubt ist, solltest Du Aschenbecher für Deine Gäste bereitstellen.

    • Parken:

      Erkläre Deinen Gästen die Parkmöglichkeiten, -gebühren und -regeln in der Umgebung.

    • Lärm:

      Erinnere Deine Gäste daran, die Lautstärke im angemessenen Rahmen zu halten. Du kannst zum Beispiel überlegen, ob Du Haustiere oder Partys überhaupt erlaubst. Auch Kleinkinder können für mehr Lärm als üblich sorgen. Klare Regeln für das Mitbringen anderer Leute in Deine Wohnung sind ebenfalls sehr wichtig. Und vergiss nicht, Deinen Gästen Deine Regeln mitzuteilen.

    • Haustiere:

      Falls Du Haustiere gestattest, vergewissere Dich, dass Deine Gäste über Dinge wie örtliche Parks und örtliche Gepflogenheiten aufgeklärt sind (z.B., ob man die Hinterlassenschaften seines Hundes beseitigen muss). Lege einen Plan B zurecht, falls sich Deine Nachbarn an Deinen vierbeinigen Gästen stören (etwa die Nummer einer Tier-Pension in der Nähe).

    • Hausregeln:

      Um Überraschungen zu vermeiden, kannst Du Deinem Airbnb-Inserat Deine persönlichen Hausregeln hinzufügen.


  3. Genehmigungen

    Wen sollte ich informieren, dass ich Airbnb-Gastgeber bin?

    • Verträge:

      Überprüfe Deinen Mietvertrag und/oder die Bestimmungen Deiner Eigentümergemeinschaft um sicherzugehen, dass eine Untervermietung nicht verboten ist. So findest Du auch heraus, ob es vielleicht andere Einschränkungen für Gastgeber gibt. Falls nötig, sprich auch mit Deinem Vermieter darüber. Möglicherweise ist es sinnvoll, eine zusätzliche Klausel in den Vertrag aufzunehmen, um diese Fragen eindeutig zu regeln sowie die Verpflichtungen und Haftbarkeiten aller Beteiligten eindeutig festzulegen.

    • Mitbewohner:

      Falls Du Mitbewohner hast, empfehlen wir Dir eine schriftliche Vereinbarung über einige wichtige Fragen: Wie oft möchtest Du Gäste empfangen? Wie wird sichergestellt, dass Deine Gäste sich an die Hausregeln halten? Werden die Einnahmen untereinander aufgeteilt?

    • Nachbarn:

      Möglicherweise solltest Du die Nachbarn informieren, bevor Du Gastgeber wirst. Gleichzeitig kannst Du ihnen erklären, wie Du sicherstellst, dass Deine Gäste niemanden stören.

    • Wohnungen im sozialen Wohnungsbau:

      Bei Wohnungen in einem sozialen Wohnungsbau gibt es möglicherweise spezielle Regeln, die Dich betreffen. Eventuell kann Dir die Hausverwaltung Fragen zu diesem Thema beantworten.


  4. Allgemeine Vorschriften

    Welche lokalen Vorschriften gelten für mich?

    • Steuern:

      Vergewissere Dich, dass Du über lokale Steuern oder Anforderungen an Gewerbetreibende Bescheid weißt. Dies können beispielsweise die Hotelsteuer, Steuern der vorübergehenden Unterbringung, Umsatzsteuer oder andere Arten der Steuer sein, wie zum Beispiel die Mehrwertsteuer (Mwst.), die Dienstleistungssteuer oder Einkommenssteuer.

    • Genehmigungen oder Registrierungen:

      Vergewissere Dich, dass Du mit allen Genehmigungen, Begrenzungen, Sicherheits- und Gesundheitsregelungen vertraut bist, die auf Dich zutreffen könnten. Die Behörden vor Ort können hier hilfreiche Ansprechpartner sein.

    • Mietpreisbindung/Mietenstabilisierung:

      Wenn Du in einer Wohnung lebst, die der Mietpreisbindung und -stabilisierung unterliegt, können besondere Regeln auf Dich zutreffen. Kontaktiere Dein zuständiges Mietamt, um Dich zu diesem Thema zu informieren.


  5. Bestimmungen Deiner Stadt

    Wenn Du erwägst, Airbnb-Gastgeber zu werden, ist es wichtig, die Gesetze Deiner Stadt zu verstehen. Um Dir dabei zu helfen, stellen wir Dir untenstehend einige Links zur Verfügung. Wir müssen aber darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um eine Rechtsberatung handelt – wir können Dir lediglich einen Ansatz für weitere Recherchen bieten.

    Wir haben die angegebenen Links nicht unabhängig überprüft – selbst, wenn es sich um die Webseite oder den Ratgeber einer Regierungsbehörde handelt, solltest Du immer die Richtigkeit der Informationen überprüfen. Es ist außerdem wichtig, dass Du andere Verträge und Regeln, denen Du verpflichtet bist, verstehst und Dich daran hältst. Dies können zum Beispiel Mietverträge sein, oder individuelle Regeln, die von Hausverwaltung, Genossenschaft, Eigentümerversammlung oder dem Mieterbund aufgestellt wurden.

    Gesetze und Bestimmungen, die für Gastgeber relevant sind, fallen typischerweise in mehrere Kategorien, wie zum Beispiel Baugesetze, Wohnraumschutzgesetze, Zweckentfremdungsverbotsgesetze, Gewerbebestimmungen und Steuergesetze. Was die lokalen Gesetze und Verordnungen für Dich bedeuten, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel von Deiner Stadt und Deinem Stadtteil, der Art Deiner Unterkunft, Deinem Aufenthaltsrecht in der Unterkunft, sowie von der Frequenz oder Anzahl der Tage, an denen Deine Gäste bei Dir wohnen.

    Einige der Gesetze, die Dich betreffen können, sind kompliziert. Wenn Du Fragen hast, solltest Du Dich an die entsprechende Behörde wenden oder von einem Anwalt beraten lassen. Neues zu Angelegenheiten dieser Art kannst Du auf Airbnbs Public-Policy-Blog, auf der Peers-Webseite oder bei der Short Term Rental Advocacy Coalition erfahren. Klicke auf Deine Stadt, um mehr Informationen anzuzeigen.


  6. Versicherung

    Welche Versicherung sollte ich abschließen, um mein Zuhause zu schützen?

    • Gastgeber-Garantie:

      Airbnb bietet Dir unsere Gastgeber-Garantie an. Diese ersetzt aber keine Hausratversicherung.

    • Grundversicherung:

      Prüfe Deine vorhandenen Versicherungen, um sicherzustellen, dass Du angemessen abgesichert bist und sie alle Eventualitäten abdecken.

    • Haftung:

      Du solltest gewährleisten, dass eine angemessene Haftpflicht- und Gebäudeschutzversicherung vorhanden ist.


Um mehr darüber zu erfahren, wie Airbnb funktioniert, schau hier vorbei: Besuche unsere FAQs.

*Wir weisen darauf hin, dass Airbnb keine Kontrolle über das Verhalten von Gastgebern hat und daher keine Haftung übernehmen kann. Gastgeber, die ihren Verantwortungen nicht ordnungsgemäß nachkommen, können von der Airbnb-Webseite suspendiert oder permanent ausgeschlossen werden.