Antidiskriminierungs-Richtlinie

Unsere Verpflichtung für Inklusion und Respekt

Airbnb ist eine offene Community, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt etwas näher zusammenrücken zu lassen. Dazu fördern wir gemeinsame Erfahrungen von Menschen aus allen Teilen der Welt. Unsere Community umfasst Millionen von Menschen aus praktisch allen Ländern des Erdballs. Sie ist unglaublich vielfältig und vereint unterschiedliche Kulturen, Werte und Normen.

Die Airbnb-Community möchte, dass sich Menschen jeglicher Herkunft willkommen und respektiert fühlen, unabhängig davon, wie weit ihr Reiseziel von ihrem Zuhause entfernt ist. Diese Verpflichtung basiert auf zwei grundlegenden Prinzipien, die für Gastgeber und Gäste von Airbnb gleichermaßen gelten: Inklusion und Respekt. Durch diese gemeinsame Verpflichtung soll sich jedes Mitglied unserer Community auf der Airbnb-Plattform willkommen fühlen. Herkunft, Religion oder sexuelle Orientierung sollen keine Rolle spielen. Airbnb ist bewusst, dass in einigen Gerichtsbarkeiten hinsichtlich Faktoren wie Nationalität, Geschlecht, Familienstand oder sexuelle Orientierung Differenzierungen möglich oder erforderlich sind. Gastgeber werden nicht dazu aufgerufen, gegen geltende lokale Gesetze zu verstoßen oder sich strafbar zu machen. Airbnb wird in den jeweiligen Gerichtsbarkeiten, in denen solche Rechte und Anforderungen gelten, zusätzliche Richtlinien bereitstellen und diese Antidiskriminierungsrichtlinie anpassen.

Wir glauben zwar nicht, dass ein Unternehmen allein für Weltfrieden sorgen kann, aber wir sind dennoch davon überzeugt, dass die Airbnb-Community Einfühlungsvermögen fördern und zur Völkerverständigung beitragen kann. Deshalb setzen wir uns dafür ein, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um jegliche Formen von Gesetzeswidrigkeiten, Diskriminierung und Intoleranz von unserer Plattform fernzuhalten. Wir möchten ein Umfeld für die Airbnb-Community – also für Gastgeber, Gäste und Nutzer, die über die Verwendung unserer Plattform nachdenken – schaffen, in welchem wir über die bloße Einhaltung von Gesetzen hinausgehen. Aus diesem Grund möchten wir, dass sich Mitarbeiter, Gastgeber und Gäste von Airbnb damit einverstanden erklären, die folgenden Richtlinien zu lesen und danach zu handeln. Nur so können wir unsere Community stärken und unsere Mission verwirklichen, dass wirklich jeder sich weltweit zuhause und willkommen fühlen kann.

  • Inklusion: Wir treten Gästen jeglicher Herkunft gastfreundlich und offen gegenüber. Jeder Gastgeber oder Gast von Airbnb wird Teil einer großen Gemeinschaft. Voreingenommenheit, Vorurteile, Rassismus und Hass haben auf unserer Plattform oder in unserer Community keinen Platz. Während die Gastgeber angehalten sind, sich an geltende Gesetze zur Eindämmung der Diskriminierung aufgrund von Faktoren wie Rassismus, Religion oder Nationalität zu halten, gehen wir über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.
  • Respekt: Wir gehen respektvoll mit anderen um. Airbnb erkennt an, dass lokale Gesetze und kulturelle Normen von Land zu Land variieren können. Wir erwarten von Gastgebern und Gästen, dass sie sich an lokal geltende Gesetze halten und einander respektvoll entgegentreten, auch wenn bestimmte Ansichten nicht dem eigenen Glauben oder der eigenen Meinung entsprechen. Die Mitglieder von Airbnb bereichern unsere Community durch eine unglaubliche Vielfalt an Erfahrungen, Glaubensvorstellungen und Gewohnheiten. Indem wir Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringen, fördert Airbnb das Verständnis und die Wertschätzung der Gemeinsamkeiten aller Menschen und trägt dazu bei, Vorurteile, die durch Irrglauben, Fehlinformationen und Missverständnisse entstanden sind, zu überwinden.

Spezielle Richtlinien für Gastgeber in den USA und in der Europäischen Union

Generell machen wir uns mit allen geltenden bundesstaatlichen, staatlichen und lokalen Gesetzen vertraut, die hinsichtlich des Wohnungswesens und öffentlichen Unterkünften gelten. Bei Fragen zu ihren Pflichten im Rahmen dieser Antidiskriminierungsrichtlinie sind Gastgeber angehalten, sich an den Airbnb-Kundenservice zu wenden. Für Gerichtsbarkeiten außerhalb den USA wird Airbnb in naher Zukunft weitere Antidiskriminierungsrichtlinien veröffentlichen. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze wird die Gastgeber-Community in den USA und in Europa bei der Auswahl potenzieller Gäste sowie bei deren Beherbergung diese Regeln beachten:

Herkunft, Hautfarbe, ethnische Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität oder Familienstand

  • Airbnb-Gastgebern ist Folgendes nicht gestattet:
    • Ablehnung von Gästen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Familienstand
    • Implementierung unterschiedlicher Geschäftsbedingungen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Familienstand
    • Veröffentlichen von Inseraten oder Erklärungen, die Gäste aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Familienstand abschrecken oder auf bestimmte Gästepräferenzen schließen lassen

Geschlecht

  • Airbnb-Gastgebern ist Folgendes nicht gestattet:
    • Ablehnung eines Gasts aufgrund seines Geschlechts, es sei denn, der Gastgeber nutzt Wohnbereiche gemeinsam mit dem Gast (z. B. Bad, Küche oder Gemeinschaftsbereich)
    • Implementierung unterschiedlicher Geschäftsbedingungen aufgrund des Geschlechts, es sei denn, der Gastgeber nutzt Wohnbereiche gemeinsam mit dem Gast
    • Veröffentlichen von Inseraten oder Erklärungen, die die Gäste aufgrund ihres Geschlechts abschrecken sollen oder auf bestimmte Gästepräferenzen schließen lassen, es sei denn, der Gastgeber nutzt Wohnbereiche gemeinsam mit dem Gast
  • Airbnb-Gastgebern ist Folgendes gestattet:
    • Bevorzugen von Gästen mit demselben Geschlecht wie der Gastgeber, wenn dieser Wohnbereiche gemeinsam mit dem Gast nutzt

Körperliche oder geistige Beeinträchtigung

  • Airbnb-Gastgebern ist Folgendes nicht gestattet:
    • Ablehnung eines Gasts aufgrund einer tatsächlichen oder empfundenen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung
    • Implementierung unterschiedlicher Geschäftsbedingungen aufgrund der Tatsache, dass der Gast eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung hat
    • Beurteilung nach eigenem Ermessen, ob eine Unterkunft den Bedürfnissen eines Gasts mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung gerecht wird
    • Erkundigung nach dem Schweregrad der körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung des Gasts oder nach der Art und Weise, wie mit dieser Beeinträchtigung umgegangen wird. Bringt der Gast seine eigene Beeinträchtigung jedoch selbst zur Sprache, kann und sollte der Gastgeber mit dem Gast besprechen, ob das Inserat den Anforderungen des potenziellen Gasts entspricht
    • Verbot oder Einschränkung der Nutzung von Mobilitätshilfen
    • Erhöhung des Übernachtungspreises oder sonstiger Gebühren bei Gästen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen
    • Veröffentlichen von Inseraten oder Erklärungen, die die Gäste aufgrund einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung abschrecken sollen oder auf bestimmte Gästepräferenzen schließen lassen
    • Ablehnung einer Kommunikation mit Gästen über verfügbare Hilfsmittel wie Relay-Dienste (bei Personen mit Hörbehinderung) und E-Mail (bei Personen mit Sehbehinderung, die Bildschirmlesegeräte verwenden)
    • Ablehnung einer angemessenen Unterbringung, darunter auch eine mangelnde Flexibilität, wenn Gäste mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen eine leichte Änderung der Hausregeln wünschen, um beispielsweise ein erforderliches Begleittier mitbringen oder einen Parkplatz in der Nähe der Wohnung nutzen zu können. Bei speziellen Anforderungen sollte der Gast gemeinsam mit dem Gastgeber nach einer für beide Seiten vertretbaren Lösung suchen
  • Airbnb-Gastgebern ist Folgendes gestattet:
    • Bereitstellung sachlich richtiger Informationen zur (mangelnden) Barrierefreiheit, aufgrund derer der Gast selbst entscheiden kann, ob die Unterkunft seinen Anforderungen entspricht

Persönliche Präferenzen

  • Airbnb-Gastgebern ist Folgendes gestattet:
    • Ablehnung von Gästen aufgrund von nicht gesetzeswidrigen Faktoren (sofern nicht oben aufgeführt). Airbnb-Gastgeber können beispielsweise Gäste mit Haustieren oder Raucher ablehnen, sofern dies nicht per Gesetz untersagt ist
    • Einschränkungen im Inserat bezüglich des Verzehrs von Lebensmitteln (z. B. Hinweise auf eine koschere Küche)
    • Ablehnung eines Gasts aufgrund einer Eigenschaft, die nicht durch bürgerliche Rechte geschützt oder eng mit einer geschützten Gruppe verknüpft ist. Airbnb-Gastgeber sind beispielsweise dazu befugt, Gäste abzulehnen, die in der Unterkunft rauchen möchten, oder die Anzahl an Gästen zu begrenzen

Ablehnung von Gästen: Gastgeber sollten bedenken, dass niemand gern abgewiesen wird. Gastgeber können potenzielle Gäste im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zwar ablehnen, aber das betroffene Community-Mitglied wird sich dadurch möglicherweise nicht willkommen oder ausgeschlossen fühlen. Deshalb sollten Gastgeber stets versuchen, Gästen jeglicher Herkunft offen entgegenzutreten. Gastgeber, die Gäste aus einer geschützten Gruppe gezielt ablehnen – auch wenn sie zulässige Gründe dafür angeben – schwächen unsere Community, indem sie potenziellen Gästen das Gefühl geben, nicht willkommen zu sein. Bemerken wir ein solches Verhalten auf der Plattform, schließen wir diese Gastgeber von der Airbnb-Plattform aus.

Spezielle Richtlinien für Gastgeber außerhalb der USA und der Europäischen Union

Außerhalb der USA und der Europäischen Union können manche Länder oder Gemeinden zulassen oder sogar verlangen, dass bei der Aufnahme von Gästen Unterschiede aufgrund von Faktoren wie beispielsweise dem Familienstand, der nationalen Herkunft, dem Geschlecht oder der sexuellen Orientierung gemacht werden, was wiederum gegen unsere allgemeine Antidiskriminierungs-Philosophie verstößt. In diesen Fällen verlangen wir weder von Gastgebern, dass sie gegen die lokalen Gesetze verstoßen, noch dass sie Gäste aufnehmen, durch die sie einem realen und nachweisbaren Risiko ausgesetzt sind, verhaftet zu werden oder Schaden an ihrer Person oder ihrem Eigentum zu nehmen. Gastgeber, die in solchen Gegenden wohnen, sollten diese Einschränkungen ihrer Fähigkeit, bestimmte Gäste aufzunehmen, in ihrem Inserat aufführen, damit potenzielle Gäste das Problem kennen und Airbnb die Notwendigkeit einer solchen Aktion bestätigen kann. Bei der Kommunikation dieser Art von Beschränkungen erwarten wir von Gastgebern, dass sie klare, sachliche und nicht herabwürdigende Formulierungen verwenden. Beleidigungen oder Verunglimpfungen haben auf unserer Plattform oder in unserer Community nichts zu suchen.

Was passiert, wenn ein Gastgeber sich nicht an die in seiner Region geltenden Richtlinien hält?

Sollte ein Inserat gegen bestimmte Aspekte dieser Antidiskriminierungsrichtlinie verstoßen, wird der Gastgeber dazu aufgefordert, die betreffenden Passagen zu entfernen und die Zustimmung zu dieser Richtlinie und deren zugrunde liegenden Prinzipien zu bestätigen. Zudem kann Airbnb in eigenem Ermessen Maßnahmen ergreifen, die bis zum Ausschluss des Gastgebers von der Airbnb-Plattform führen können.

Wenn der Gastgeber Gäste aus einer geschützten Gruppe unerlaubterweise ablehnt oder bestimmte Formulierungen auf einen Richtlinienverstoß schließen lassen, wird Airbnb Maßnahmen ergreifen, um die Einhaltung der Richtlinien zu gewährleisten. Dies kann unter anderem dazu führen, dass der Gastgeber von der Plattform ausgeschlossen wird.

Die Airbnb-Community wächst immer weiter. Wir werden auch in Zukunft sicherstellen, dass unsere Richtlinien und Grundsätze unserem wichtigsten Ziel entsprechen: sicherzustellen, dass sich Gäste und Gastgeber in allen Bereichen auf der Airbnb-Plattform willkommen und respektiert fühlen. Das sind die Erwartungen der Öffentlichkeit, unserer Community und von uns selbst – nicht mehr und nicht weniger.